Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Jede Frau ändert sich, wenn sie erkennt, dass sie eine Geschichte hat.
* Gerda Lerner
28.10.2010

Wissenschaftszentrum Berlin thematisiert aktuelle Geschlechterfragen

Das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) widmete im September 2010 eine gesamte Ausgabe der WZB Mitteilungen aktuellen Geschlechterfragen.

Jutta Allmendinger gibt im Editorial entsprechende Hintergrundinformationen:

  • In diesem Jahr sprach sich die Justizminister-Konferenz der 16 Bundesländer für eine Frauenquote in Führungspositionen aus. Eine gesetzliche Regelung soll bis Anfang 2011 vorbereitet werden und wenige Wochen zuvor hatte die Telekom ein Tabu gebrochen und eine Frauenquote für Führungspositionen eingeführt.
  • Plötzlich ist da mehr als die dauernden Nachrichten über die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen in vergleichbaren Positionen. So will die Bundesregierung 2012 prüfen, wie weit die Gleichstellung von Männern und Frauen in Führungspositionen vorangekommen ist. Ein ernsthaftes Nachdenken ist deutlich spürbar.
  • Hinzu kommen die Aussagen der Bevölkerung. In Deutschland meinen nur 27 Prozent der Befragten, Männer und Frauen hätten gleich gute Chancen. 49 Prozent antworten: Männer haben das bessere Leben.

Jutta Allmendinger stellt die Frage: Ist die Geschlechterfrage wirklich Geschichte? Zur Auseinandersetzung mit dem Thema fasst das WZB folgende Beiträge zusammen:

  • Geschlecht – die überschätzte Dimension sozialer Ungleichheit. Zentrale Herausforderungen liegen anderswo
    Jens Alber
  • Geschlecht bleibt eine wichtige Dimension sozialer Ungleichheit. Eine Replik auf Jens Alber
    Jutta Allmendinger
  • Männer-Domäne. Weibliche Abgeordnete haben weniger Nebenjobs
    Benny Geys und Karsten Mause
  • Warum Mädchen besser schreiben und Jungen besser rechnen können Lob und Tadel wirken je nach Geschlecht unterschiedlich
    Lydia Mechtenberg
  • Langlebige Rollenmuster. Wissenschaftlerinnen mit kleinen Kindern stehen meist hintan
    Johanna Hess und Alessandra Rusconi
  • Anerkennung (m), Anerkennung (w). Geschlechterungleichheit in Doppelkarriere-Paaren
    Christine Wimbauer, Anke Spura, Markus, Gottwald, Mona Motakef und Katja Walther
  • Auf der Suche nach Balance Frauen und Männer zwischen Beruf, Familie und Engagement
    Mareike Alscher
  • “Mädchen, weißt du, was du da tust?” Geschlechtsspezifischer Umgang mit dem Ehegattennachzug
    Laura Block
  • Reform von oben. Die DFG wagt einen neuen Anlauf Richtung Gleichstellung
    Dagmar Simon

zur Publikation: Mann Frau Macht Arbeit. Aktuelle Geschlechterfragen

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