Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Oft haben die einfachsten Mittel große Wirkungen erzeugt; sollte man sich fürchten, sie anzuwenden, weil sie einfach sind? Sollte man sich fürchten, ihre Umsetzung in Angriff zu nehmen, weil es eine Frau ist, die sie vorschlägt?
* Olympe de Gouges
19.05.2015

Women-on-Board-Index 100: Frauen in Führungspositionen

Der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen nimmt kontinuierlich zu. Sowohl die Privatwirtschaft als auch die Unternehmen der öffentlichen Hand haben seit Anfang 2014 mehr Frauen in die Aufsichtsgremien berufen. Doch in den wichtigen Ausschüssen der Aufsichtsräte sind Frauen weiterhin kaum vertreten. Auch in den Vorständen sind nur sehr wenige Frauen präsent – die Zahlen sind hier teilweise rückläufig. Die bislang veröffentlichten Planungsziele zum Frauenanteil in Führungsgremien geben auch keinen Anlass für Optimismus. Nur 1 Prozent der Unternehmen macht bislang konkrete Angaben dazu, welcher Frauenanteil im Vorstand künftig erreicht werden soll. Dies sind drei der wesentlichen Ergebnisse des am 19.05. von FidAR erstmals vorgelegten Women-on-Board-Index 100.
Bundesministerin Manuela Schwesig: „Schon die Debatte über das Gesetz und der öffentliche Druck haben dazu geführt, dass sich Unternehmen diesem Thema stellen. Die WoB-Indizes zeigen aber, dass noch eine ganze Menge zu tun ist. Das Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern ist notwendig. Ich bin überzeugt: Es wird zu einem Kulturwandel in der Arbeitswelt führen.“
„Die verstärkte Präsenz von Frauen in den Aufsichtsräten lässt hoffen. Besonders die DAX-Konzerne senden ein klares Signal, dass genügend qualifizierte Frauen für die Kontrollgremien bereit stehen. Aber die Zahlen sehen nur auf dem Papier gut aus. Die Frauen müssen in den Konzernen dorthin, wo entschieden wird: In die Ausschüsse der Aufsichtsräte, wie etwa den Nominierungs- und Präsidialausschuss. Nur aus diesen Positionen heraus können sie die Veränderung der Unternehmenskultur mit beeinflussen“, erklärt FidAR-Präsidentin Monika Schulz-Strelow.

zur Pressemitteilung FidAR

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