Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wir werden nicht aus männlicher Mentalität oder Denkweise heraus handeln wollen, sondern uns bemühen, den Instinkt und das Gefühl der Frau mit der Klugheit eines geschulten Geistes zu verbinden, das heißt, wir möchten ein kluges Herz haben.
* Theanolte Bähnisch
02.04.2014

ZDF-Urteil: DF fordert mehr Frauen in den Fernseh- und Rundfunkräten

Das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gegen zu viel parteipolitischen und staatlichen Einfluss auf das ZDF war Anlass für den Deutschen Frauenrat, die mangelhafte Beteiligung von Frauen in den Aufsichts- und Entscheidungsgremien der bundesweiten öffentlich-rechtlichen Medienanstalten zu kritisieren. In einem Schreiben an die politisch Verantwortlichen verlangt die Frauenlobby zukünftig eine angemessene Berücksichtigung.

„Dieses Urteil eröffnet aus unserer Sicht die Chance, Fraueninteressen in die Öffentlichkeits- und Medienpolitik der Sender besser als bisher einzubeziehen“, sagte dazu die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, Hannelore Buls. Da nach dem BVerfG-Urteil „nicht nur die Vorschriften zur Gremienbesetzung im ZDF-Staatsvertrag zu überarbeiten sind, sondern auch im Staatsvertrag für das Deutschlandradio und im Deutschen-Welle-Gesetz zu erkennen ist, dass die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen gar nicht oder nur unzulänglich befördert wird, richtet sich unser Anliegen an alle drei Einrichtungen,“ heißt es dazu im Brief von Buls.

DF fordert eigenen Sitz in Fernsehrat und Rundfunkräten
Konkret fordert die Frauenlobby ein bzw. zwei Sitze als gesellschaftlich relevante Gruppe „Frauen“ im Fernsehrat des ZDF und den Hörfunkräten des DeutschlandRadios und der Deutschen Welle. Außerdem seien die jeweiligen Staatsverträge und Gesetze für die Anstalten mit konkreten Vorschriften für die geschlechtergerechte Besetzung dieser Gremien auszugestalten. Für die Verwaltungsräte aller drei Anstalten sei dringlich eine Geschlechtermindestquote von 30 Prozent festzuschreiben, heißt es im Brief weiter.

Das Schreiben vom 28. März richtete sich an die Mitglieder des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, die medienpolitischen SprecherInnen der Fraktionen und an die RundfunkreferentInnen der Länder. In einem weiteren Schreiben an die Vorsitzenden des Fernsehrates bzw. der Rundfunkräte und Verwaltungsräte der drei Anstalten warb Buls um Unterstützung des DF-Anliegens.

Weitere Informationen:

Der Brief an die politischen EntscheiderInnen im Wortlaut

AutorIn: Ulrike Helwerth
Erstellt am: Montag 31. März 2014

Quelle: Deutscher Frauenrat e.V.

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