Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Erziehung, welche bis jetzt mit wenigen Ausnahmen das weibliche Geschlecht genoss, lief darauf hinaus, die Frauen unselbstständig zu erhalten und ihr eigenes Urteil von den Urteilen anderer abhängig zu machen.
* Louise Otto Peters
22.11.2017

Zunehmend Ungleichheit zwischen bezahlter Erwerbs- und unbezahlter Sorgearbeit

Die “Ungleichheit bei der Verteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Haushalts- und Sorgearbeit” nimmt nach Mitteilung der dbb bundesfrauenvertretung nicht ab, sondern “weiterhin zu”. Die dbb-Frauen stützen sich auf den aktuellen Gleichstellungsindex des Europäischen Institutes für Gleichstellungsfragen (EIGE), nach dem “Frauen im Schnitt 6 Stunden mehr pro Woche arbeiten als Männer”.

Dies sei “wertvolle Zeit, die den Frauen im Job fehlt, um sich weiterzubilden, wichtige berufliche Netzwerke zu pflegen und die nötigen Einkünfte zu erzielen, die sie im Alter ausreichend absichern”, betonte die Vorsitzende der dbb-bundesfrauenvertretung, Helene Wildfeuer. Auch Deutschland müsse dieser Problematik “dringend begegnen” und die “Gleichstellung mit moderner Arbeitszeitpolitik voranbringen”. Zu einer solchen Politik gehörten “flexible Arbeitszeitarrangements, Ganztagsbetreuungsangebote für Kinder jeden Alters, Lebenszeitkonten, aber auch ein gesetzliches Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit”.

Quelle: frauenpolitischer dienst Ausgaben 699

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