Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht!
* Rosa Luxemburg
21.01.2013

Newsletter 147 - Januar 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir danken Ihnen sehr für die Zusammenarbeit und die Unterstützung sowie für das entgegengebrachte Vertrauen im vergangenen Jahr.
Für 2013, in dem wir die Schwerpunkte erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, Eigenständige Existenzsicherung für Frauen, Frauengesundheit, Schutz und Hilfe für Opfer von Gewalt, Programm für ein geschlechtergerechtes Sachsen-Anhalt, Demografischer Wandel und Kommunalwahlen 2014 in Sachsen-Anhalt bearbeiten werden, freuen wir uns auf neue gemeinsame Aktivitäten.

Der Vorstand und die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle des Landesfrauenrates Sachsen-Anhalt e.V. wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2013.

Inhalt

Land Sachsen-Anhalt

  • Potential von Mehrfachgründungen nutzen Fachtagung der bundesweiten gründerinnenagentur in Magdeburg
  • Geschlechterquote in den Rundfunkräten der öffentlich-rechtlichen Sender: MDR-Rundfunkrat – Letzter Platz im Quotenranking

Deutschland

  • PM: Frauenanteil in Spitzenpositionen deutscher Unternehmen steigt leicht
  • PM: Gender Pay Gap lässt sich mit statistischen Tricks nicht “wegrechnen”
  • LohnSpiegel schafft Transparenz beim Gender Pay Gap
  • PM: Atypische Beschäftigungen nehmen weiter zu
  • Bündnis 1325 begrüßt Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Resolution 1325
  • Veröffentlichung: Frauen im Minijob – Motive und (Fehl-)Anreize für die Aufnahme geringfügiger Beschäftigung im Lebenslauf

International

  • Online-Petition fordert konsequente Verfolgung von Vergewaltigern
  • ONE BILLION RISING – Weltweiter Aufstand der Frauen am 14. Februar 2013 gegen Gewalt

Termine

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Land Sachsen-Anhalt

Potential von Mehrfachgründungen nutzen Fachtagung der bundesweiten gründerinnenagentur in Magdeburg
Am 10. und 11.01.2013 fand die Fachtagung der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) in Magdeburg statt. Vertreterinnen der Regionalstellen aus 13 Bundesländern kamen in die Landeshauptstadt, um über gründungsrelevante Themen für Frauen zu diskutieren und sich über aktuelle Entwicklungen und Projekte auszutauschen. Gastgeber des ersten Fachaustausches im Jahr 2013 war die Regionalstelle des Landes Sachsen-Anhalt, die BPC DIE UNTERNEHMERinnen AKADEMIE. zur PM der BPC – Business Plan Consult GmbH

Geschlechterquote in den Rundfunkräten der öffentlich-rechtlichen Sender: MDR-Rundfunkrat – Letzter Platz im Quotenranking
Im wichtigsten Aufsichtsgremium entscheiden fast ausschließlich Herren. Eine Erhebung des Journalistinnenbundes zeigt: Sechs Rundfunkanstalten unterschreiten in der Zusammensetzung ihrer Rundfunkräte die 30-Prozent-Frauenquote. Damit bleiben diese wichtigen Aufsichtsgremien weit hinter dem Anspruch zurück, repräsentativ für die Gesellschaft zu sein. Weit abgeschlagen am Ende der Liste mit nur 11,7 Prozent Frauenanteil landet dabei der Rundfunkrat des MDR. Von 43 Sitzen werden nur fünf von Frauen eingenommen. zur Pressmitteilung des Journalistinnenbundes

Deutschland

PM: Frauenanteil in Spitzenpositionen deutscher Unternehmen steigt leicht
Der Frauenanteil in Aufsichtsräten und Vorständen großer deutscher Unternehmen ist 2012 etwas gestiegen, verharrt aber weiterhin auf niedrigem Niveau. Das ist das Ergebnis des neuesten Managerinnen-Barometers des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Demnach waren die Vorstandspositionen der gemessen am Umsatz 200 größten deutschen Unternehmen Ende 2012 zu einem Anteil von vier Prozent mit Frauen besetzt, was einem Anstieg von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr entspricht. “Insgesamt waren die Zuwächse zu gering, fanden bei zu wenigen Unternehmen statt und basierten auf zu geringen Ausgangswerten, um etwas an der überwältigenden männlichen Dominanz in Vorständen und Aufsichtsräten zu ändern”, sagt DIW-Forschungsdirektorin Elke Holst. Insgesamt müsse sich die Kultur für Frauen in Führungspositionen weiter verbessern. zur Pressemitteilung des DIW

PM: Gender Pay Gap lässt sich mit statistischen Tricks nicht “wegrechnen”
In einer Pressemitteilung vom 14. Januar 2013 behauptet das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW), dass der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland aktuell bei weniger als 2 Prozent liege. Die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbunds (djb), Ramona Pisal, erklärt dazu: “Die Entgeltdifferenz ist deutlich höher, das IW will einen unübersehbaren Missstand im Entgeltbereich schönrechnen.” zur Pressemitteilung des djb

LohnSpiegel schafft Transparenz beim Gender Pay Gap
Das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung ist zufrieden: Im vergangenen Jahr besuchten jeden Tag 3.500 Nutzer_innen die Website www.lohnspiegel.de . Rund 19.500 Besucher_innen füllten 2012 den Online-Fragebogen zu den Einkommens- und Arbeitsbedingungen aus, der die Daten für den kostenlosen Gehalts-Check liefert. Das Gehaltsportal dokumentiert Angaben zu tatsächlich gezahlten Löhnen und Gehältern in mittlerweile 354 verschiedenen Berufen und Tätigkeiten. Hier werden die bestehenden Unterschiede zwischen Männern und Frauen ebenso berücksichtigt wie Berufserfahrung, betriebliche Position, Betriebsgröße und Region (Ost/West). mehr…

PM: Atypische Beschäftigungen nehmen weiter zu
Ab sofort können geringfügig Beschäftigte bis zu 450 Euro verdienen. Die Bundesregierung hatte die Obergrenze angehoben, um sie an die Lohnentwicklung anzupassen. An höhere Löhne für Minijobber_innen aber glaubt eine breite gesellschaftliche Mehrheit nicht: (Frauen-)Verbände und -organisationen, Gewerkschaften und die Opposition befürchten vielmehr, dass im Zuge der Neuregelung noch mehr Menschen in der Minijobfalle landen. zur Pressemitteilung des Deutschen Frauenrats

Bündnis 1325 begrüßt Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Resolution 1325
Nach mehrjähriger schwieriger und komplikationsreicher Schwangerschaft hat die Bundesregierung nun bei ihrer Kabinettssitzung vom 19.12. endlich einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolution 1325 (“Frauen, Frieden, Sicherheit”) auf die Welt gebracht. Der Aktionsplan ist zwar in vielem noch unzureichend und kritikwürdig, aber ein Anfang ist gemacht. mehr…

Veröffentlichung: Frauen im Minijob – Motive und (Fehl-)Anreize für die Aufnahme geringfügiger Beschäftigung im Lebenslauf
Geringfügige Beschäftigung ist ein Instrument, welches den Einsatz von Arbeitskräften flexibel machen, Schwarzarbeit abbauen sowie Arbeitslosen und der sogenannten “Stillen Reserve” einen leichten Wiedereinstieg in den Beruf ermöglichen sollte. Diesem Anspruch, eine Brücke in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu sein, werden die “Minijobs” aber selten gerecht. Dies zeigt die aktuelle Studie “Frauen im Minijob”, die vom DELTA-Institut im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde. Die wichtigsten Motive für den Einstieg in den Minijob sind die flexiblen Arbeitszeiten und die geringe Stundenzahl. Minijobs entwickeln jedoch – branchenunabhängig – ausgeprägte Klebeeffekte. Frauen im Minijob machen die Erfahrung, dass sie – auch mit einer qualifizierten Berufsausbildung – bei dauerhafter Tätigkeit im Minijob nicht mehr als qualifizierte Fachkraft gelten. zur Publikation

International

Online-Petition fordert konsequente Verfolgung von Vergewaltigern
Über 500.000 Menschen haben sich bisher einer Kampagne gegen Vergewaltigung in Indien angeschlossen: Darin fordert die Initiatorin Namita Bhandare härteres Durchgreifen gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen. Eine 23-Jährige war am 28. Dezember an den Folgen einer Vergewaltigung durch sechs Männer in Neu Delhi gestorben. mehr…

ONE BILLION RISING – Weltweiter Aufstand der Frauen am 14. Februar 2013 gegen Gewalt
Jede dritte Frau weltweit erlebt im Laufe ihres Lebens Gewalt. Mit einer Weltbevölkerung von sieben Milliarden, ergibt dies mehr als eine Milliarde Frauen und Mädchen, die alltäglich mit Gewalt konfrontiert werden oder diese am eigenen Leib erfahren. Über 603 Millionen Frauen leben in Ländern, in denen häusliche Gewalt nicht als Verbrechen angesehen wird. mehr…

Termine

Sachsen-Anhalt

20.02.2013 Fachtagung: Häusliche Gewalt – Juristische und Psychosoziale Aspekte auf dem Weg aus der Opferrolle
Ort: Salzlandsparkasse, Lehrter Straße 15, 39418 Staßfurt
Zeit: 8:45 – 15:00 Uhr
Einladung

22.02.2013 Seminar: Sprache und Macht – Rhetorik für Frauen
Seminarreihe der Friedrich-Ebert-Stiftung
Ort: Jessen
Programm und Einladung

Deutschland

30.01.2013 Fachtagung: Faire Chancen für Familienernährerinnen
Veranstalter: DGB und BMFSFJ
Ort: Berlin
Zeit: 11.00 – 16.30 Uhr
Veranstaltungshomepage

09.03.2013 Kongress: Zusammen erreichen wir mehr! Vielfalt leben – Chancengleichheit am Arbeitsmarkt – Vernetzung mit Frauenorganisationen
für Migrantinnen und ihre Organisationen in Deutschland
Veranstalter: BMFSFJ
Ort: Frankfurt am Main
Homepage

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