Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Verhältnisse treiben, statt sich von ihnen treiben zu lassen.
* Elise Bartels

Uda Heller (CDU)

1. Gleichstellung

Für eine konsequente Gleichstellungspolitik der Wunsch nach beruflichem Erfolg darf nicht konkurrieren mit dem Wunsch nach Kindern. Resort übergreifend müssen wir wichtige Impulse für innovative Lösungen und Strategien zur besseren Erwerbsbeteiligung von Frauen setzen. ESF-Programme wie “Gute Arbeit für Alleinerziehende” und “Perspektive Berufsabschluss” und “Perspektive Wiedereinstieg” können dabei helfen.
Bei bereits spürbarem Fachkräftemangel muss eine Entgeltgleichheit im ureigensten Interesse der Unternehmen liegen. Nur so können sie sich zukünftig gut am Markt behaupten. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss auch für Frauen gelten. (gesetzliche Transparenz führt zur Entgeltgleichheit) Kalkulierbare Bedingungen wie zum Beispiel bezahlbare Energie und steuerliche Entlastung für unseren Mittelstand sind unabdingbar zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Dafür kann Politik nur die Rahmenbedingungen schaffen wie zum Beispiel stabile Lohnnebenkosten.

  • Steuerrecht
    1. Wir halten fest am Ehegattensplitting, denn in Phasen in denen die Einkommen der Ehepartner zumeist wegen familiären Aufgaben unterschiedlich verteilt sind ist es die sach- und leistungsgerechte Steuerberechnung schrittweise Anhebung der steuerlichen Berücksichtigung von Kindern.
    2. Steuererhöhungen werden konsequent abgelehnt, ebenso die Wiedereinführung von Vermögens und Erbschaftssteuer.

2. Familienpolitik

  • Abkehr von starren Arbeitszeitmodellen
  • Heimarbeitsplätze in Branchen wo dies möglich ist
  • Wiedereinstieg nach Familien- und Pflegezeiten erleichtern
  • Gleichwertige Stellenbesetzung wie vor dem Ausstieg auf Zeit
  • In großen Betrieben Betreuungsangebote für Kinder schaffen
  • Weiterbildung und Umschulung für Frauen, deren Ausbildungsberuf nicht vermittelbar ist und von Frauen die keinen Schulabschluss oder Ausbildungsabschluss haben
  • Besonders Alleinerziehenden Chancen aufzeigen und berufliche Perspektiven ermöglichen
  • Gut motivierte Weiterbildungswillige finanziell vom Unternehmen unterstützen
  • Bei familienbedingter Teilzeitarbeit, oder nach Pflegezeit für Angehörige soll ein Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeitarbeit greifen
  • Um der Vielfalt der Lebenssituationen gerecht zu werden müssen Familien- und Unterstützungsleistungen ständig auf den Prüfstand der Familienpolitik
  • Selbstständigen Frauen und Müttern muss höhere Anerkennung zu Teil werden und ihre Leistung in der Gesellschaft anerkannt werden
  • Unternehmensgründung von Frauen durch Beratung und guten Kreditkonditionen unterstützen

Betreuungsplatz

  • Sachsen-Anhalt hat den höchsten Grad im Kinderbetreuungssystem
  • Der Nachholbedarf in anderen Bundesländern wird mit einem Drittel der finanziellen Aufwendungen vom Bund unterstützt
  • Für berufstätige Eltern mit geringem Einkommen darf der Wunsch nach mehreren Kindern nicht am nötigen Geld für die Betreuungseinrichtungen scheitern
  • Es ist wichtig, dass eine qualitativ hochwertige Betreuung in den Einrichtungen erfolgt und dem Bildungsauftrag gerecht wird
  • Durch die Wiedereinführung der Ganztagsbetreuung muss besonderes Augenmerk auf die Ausbildung von Fachpersonal gerichtet werden

Betreuungsgeld

  • Halte ich nicht für sinnvoll! Ich hätte die Gesamtsumme lieber in eine Versorgung mit gesundem Essen für alle Kinder investiert.

3. Gewalt gegen Kinder und Frauen

  • Ein Rechtsanspruch auf Schutz und Sicherheit für Betroffene ist Pflichtaufgabe der Gesellschaft
    Vor ca. 20 Jahren wurde ich Vorsitzende des Kreistages Sangerhausen und habe mich damals für ein Frauenhaus in unserer Kreisstadt eingesetzt, sowie für die finanzielle und materielle Ausstattung. Immer wieder gab es Finanzierungslücken und dennoch konnten wir mit stichhaltigen Argumenten die Notwendigkeit dieser Einrichtung begründen.
  • Forderung: Planbare und gesicherte Finanzierung von allen kommunalen Ebenen.

Frauenhandel

  • Die Konvention des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels muss zügig umgesetzt werden

Straftaten an Kindern

  • Abschaffung der Verjährungsfrist
  • Ein härteres Strafmaß für derartige Vergehen

4. Gleichberechtigte Partizipation von Frauen an politischen Entscheidungsfunktionen und Inhalten

Bin ich dafür!

zur Person

Uda Heller

Uda Heller

  • Wohnhaft in 06536 Roßla – Südharz
  • Geboren am 15.Juni 1951,verheiratet, evangelisch, zwei Söhne. Dipl.Ing (FH) Lebensmitteltechnologie.
  • 1992 – 2007 Präsidentin des Kreistages Sangerhausen,
  • 1994 – 2002 Präsidialmitglied des Landkreistages Sachsen-Anhalt, Mitglied im Kongress der Gemeinden und Regionen im Europarat.
  • 1998 – 2010 Stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Sachsen-Anhalts
  • 2002 – 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages
  • 2010 – 2013 Leiterin des Bundes-Projektes “Regionales Übergangsmanagement” – Perspektive Berufsabschluss.
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