Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Die Menschrechte haben kein Geschlecht.
* Hedwig Dohm
16.04.2013

Pressemitteilung: Verbindliche Frauenquote mehr als überfällig - Stimmen Sie jetzt mit JA!

Aufforderung an alle Bundestagsabgeordnete unseres Landes!

Der Bundestag stimmt am 18. April 2013 über eine gesetzliche Frauenquote ab. Dem Parlament liegt ein Antrag des Bundesrates vor, ab 2018 eine verbindliche Quote von 20 Prozent in Aufsichtsräten einzuführen.

Immer mehr Stimmen, auch in Sachsen-Anhalt, fordern eine Frauenquote in Führungspositionen der Wirtschaft. Die Bundesregierung setzt hingegen immer noch auf eine freiwillige Lösung.

Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. fordert seit Jahren verbindliche Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in den Führungsebenen von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. “Wir halten es für illusorisch, ausschließlich auf den guten Willen zu setzen, um damit einen Mentalitätswechsel zu erzeugen. Mit der bisherigen Praxis zur Integration der Frauen in Führungsetagen werden wir nie eine paritätische Besetzung erreichen. Eine verbindliche Einführung der Frauenquote ist mehr als überfällig.”, so die Vorsitzende, Eva von Angern.

Daher wendete sich der Lobbyverband heute zum wiederholten Male an die Mitglieder des Bundestages aus Sachsen-Anhalt, insbesondere aber an die weiblichen und fordert sie auf, für die gesetzliche Mindestquote für Frauen bei der Besetzung von Entscheidungsgremien zu stimmen.

So schreibt die Vorsitzende des Verbandes Eva von Angern: “Sehr geehrte Damen und Herren, vor zwanzig Jahren wurde das Grundgesetz in Artikel 3 Absatz 2 um den Satz erweitert: “Der Staat fördert die tatsächliche Umsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.” Der Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V. appelliert heute an Sie als Vertreterinnen und Vertreter unseres Bundeslandes im Bundestag: Erfüllen Sie diesen Verfassungsauftrag und stimmen Sie am 18. April für die gesetzliche Mindestquote für Frauen bei der Besetzung von Entscheidungsgremien. In den Geschäftsleitungen und Vorständen der Wirtschaft ist der fehlende Frauenanteil auch nach vielen Jahren der Aufklärung auffallend. Freiwillige Gleichstellungsmaßnahmen führen auch in Sachsen-Anhalt zu Nichts. Deshalb gilt: Nur verbindliche gesetzliche Mindestquoten führen zur Erhöhung des Frauenanteils in Entscheidungsgremien. Wir setzen auf Ihre Einsichtsfähigkeit, Ihr politisches Urteilsvermögen und Ihr Verantwortungsbewusstsein als Abgeordnete für Sachsen-Anhalt.”

Kontakt:
Landesfrauenrat Sachsen-Anhalt e.V.
Tel.: 0391-7317337
Fax: 0391-7348356
E-Mail: info@landesfrauenrat.de

Ansprechpartnerinnen:
Eva von Angern (Vorstandsvorsitzende)
Manuela Knabe-Ostheeren (Geschäftsführerin)

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