Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Was hätte man davon, wenn man klein täte; es hülfe doch niemand aus der Not, und der Mensch ist so glücklich, wenn er bedauern kann.
* Jenny Marx

Termine

05.09.2019 Vortrag: "Und nun tanzen sie die Farbe blau"
Männer wie Walter Gropius oder Lyonel Feininger stehen im Jahr des Bauhausjubiläums im Vordergrund. Demgegenüber gibt die Kulturwissenschaftlerin Ulrike Müller in ihrem Vortrag „Und nun tanzen sie die Farbe blau“ Einblicke in das Schaffen der „Bauhausfrauen“, der vergessenen „Meisterinnen in Kunst, Handwerk und Design“ im Kontext der bewegenden Epoche.

In Kooperation mit dem Gleichstellungsamt im Rahmen der Vortragsreihe „Magdeburger Moderne der 1920er Jahre“.
Ort:  Stadtbibliothek Magdeburg, Breiter Weg 119, Magdeburg
Zeit: 19:00 Uhr
12.09.2019 Kleiner Salon - Gespräch zur Ausstellung "Die schaffende Galatea"
Eva von Angern (Vorsitzende Landesfrauenrat), Jutta Jahn (Kunsthistorikerin, Vorstand Dornrosa e.V.) und Yvonne Most (Fotografin, Empowerment Coach für Mädchen und junge Frauen) diskutieren über Geschlechterrollen und Rollenmuster in der Kunst und in den neuen Medien.

Das Jahr 2019 rückt die Frauenbewegung in den gesellschaftlichen Blick. Anhand aktueller Debatten um die Gender Pay Gap oder vor allem auch die #MeToo-Debatte wird deutlich, dass der Weg zur vollen Gleichstellung von Mann und Frau längst noch nicht zu Ende gegangen ist, in Deutschland begann dieser vor weit mehr als 100 Jahren. Ein Meilenstein war in diesem Zusammenhang die Einführung des Frauenwahlrechts in der Weimarer Republik im Jahr 1919. Zudem war es seit diesem Jahr auch Frauen erstmals gestattet an Kunstschulen zu studieren. Dieses Jubiläum ist der Kunsthalle “Talstrasse“ Anlass, dem Thema „Frau“ im kunsthistorischen Kontext des 20. Jahrhunderts eine Ausstellung zu widmen.

Das Frauenbild in der westlichen Kultur bediente sich zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts fast ausschließlich gängiger Klischees, die über Jahrhunderte in einer von Männern bestimmten Welt entwickelt und überliefert worden sind. Insbesondere bildende Künstler ließen ihren Phantasien über das Weibliche freien Lauf und übersetzten sie in Stereotypen wie die Gottesmutter Maria, Venus, Mutter oder Verführerin. So finden sich in ihren Werken ehrfürchtige Jungfrauen neben wollüstigen Nymphen, sittsame Hausfrauen neben bösartigen Furien – bis weit in das 20. Jahrhundert hinein! Den durch gesellschaftliche Strukturen sanktionierten Männerphantasien standen lange Zeit nur wenige Bildfindungen von Künstlerinnen gegenüber.

Die Ausstellung „Die schaffende Galatea. Frauen sehen Frauen“ richtet den Blick ausschließlich auf Kunstwerke weiblicher Autorenschaft. Exemplarisch verdeutlicht sie, wie sich Frauen bzw. Künstlerinnen aus ihrer Rolle als Objekt herauslösen und zum Subjekt erheben: die ehemals Posierende wird selbst zur Schöpferin. Im Fokus der Ausstellung steht die Frage, ob es einen spezifisch „weiblichen Blick“ der Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts auf ihr eigenes Geschlecht gibt. Fokussiert und zugespitzt wird diese Hypothese, wenn der Gegenstand der künstlerischen Darstellung selbst eine Frau, eine Frauengruppe oder ein von einer weiblichen Protagonistin dominiertes Geschehen oder gar das eigene Ich ist.

Spiegel Online titeltete ganz aktuell "Männer ins Depot" und stellte die Frage nach der Gleichberechtigung von Frauen in der Kunst und in der Welt der Museen und Galerien. Auch heute diskutieren wir über die Themen, die auch die Künstlerinnen in den letzten 100 Jahren beschäftigten.

Wir wollen aber auch den Fragen nachgehen: Wie ist der Zusammenhang zwischen Kunst von damals und heute und den neuen Medien. Wie sehen und präsentieren sich Frauen/ Mädchen selbst? Welche Rollenmuster werden transportiert? Soziale Medien versprechen die ultimative Freiheit. Auf Plattformen wie Instagram oder YouTube hat jede*r die Möglichkeit, die eigene Identität darzustellen, das eigene Leben mit der Welt zu teilen – ganz so, wie er oder sie es will. Soweit zumindest das Versprechen. In der Praxis wirken aber ganz eigene Kräfte, wenn es um die (Selbst-)Darstellung in sozialen Netzwerken geht. Wo eigentlich Individualität gefeiert werden könnte, sehen wir oft nur normierten Einheitsbrei – und Geschlechterbilder aus den 50er Jahren.
Ort:  Kunsthalle Talstraße, Talstraße 23, 06120 Halle (Saale)
Zeit: 19:00 Uhr
17.10.2019 Fachtagung "Modellprojekt - Mobile Teams"
Ort:  Magdeburg
18.10.2019 Unternehmerinnenpreis Sachsen-Anhalt
Bereits zum dreizehnten Mal in Folge wird der Unternehmerinnenpreis Sachsen-Anhalt vom AMU Verband selbstständiger Frauen in Sachsen-Anhalt e.V. verliehen. Unternehmerinnen und Gründerinnen aus Sachsen-Anhalt werden bei der Preisverleihung am 18. Oktober in den Lichthöfen der regiocom GmbH für ihr Engagement öffentlich gewürdigt.
Ort:  Lichthöfen der regiocom GmbH, Magdeburg
23.10.2019 FEM POWER Tagung
Das 2016 landesweit gestartete ESF-Programm FEM POWER zur „Förderung und Herstellung von Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung“ hat die erste Hälfte seiner Laufzeit erfolgreich absolviert.

Aus diesem Anlass veranstaltet das FEM POWER Netzwerk unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, eine erste gemeinsame Tagung, auf der die beteiligten Universitäten, Hochschulen und Leibniz-Institute ihre bisherigen Projekterfolge präsentieren und einen Ausblick auf weitere gleichstellungspolitische Entwicklungen und Aktivitäten im Rahmen von FEM POWER geben.

Die Tagung bringt Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Wissenschaftspolitik und Wissenschafts-organisationen mit Expertinnen und Experten aus Gleichstellung und Geschlechterforschung sowie die Projektleitungen und -beteiligten zu einem Wissenschafts-Praxis-Dialog zusammen. Ziel ist es, gemeinsam über die Gestaltung von Gleichstellungspolitik an Sachsen-Anhalts Hochschulen und Außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu diskutieren.

Eingeladen sind die Leitungsebenen der Hochschulen und Wissenschaftsorganisationen, Entscheidungsträger*innen und Akteur*innen aus Wissenschaft und Forschung sowie aus Wissenschaftspolitik und Gleichstellung in Sachsen-Anhalt.

Die Veranstaltung wird am Nachmittag beginnen.
Für die Keynote konnte Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, gewonnen werden.

Weitere Informationen Weitere Informationen zu Tagungsprogramm, Veranstaltungsort und Anmeldung werden in Kürze veröffentlicht.

Projekthomepage: www.fempower-lsa.de

Kontakt: Koordinierungsstelle Genderforschung & Chancengleichheit Sachsen-Anhalt Michaela Frohberg und Morena Groll
info@kgc-sachsen-anhalt.de
Ort:  Magdeburg
25.10.2019 Fachwerkstatt und Vorstellung der Studie „Strategien im Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz“
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Interessierte,

die öffentliche Diskussion um sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz hat gezeigt, dass es in vielen Betrieben an Prävention und funktionierenden Beschwerdestrukturen zum Schutz vor Diskriminierung mangelt. Es wurde in den vergangenen Jahren aber auch deutlich, dass immer mehr Arbeitgeber mit gutem Beispiel voran gehen wollen und die Schutzpflicht ihren Beschäftigten gegenüber ernst nehmen.

Vor diesem Hintergrund möchte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit Ihnen - Vertreter_innen aus Unternehmen und Verwaltungen, betrieblichen Interessensvertretungen sowie Expert_innen aus der Zivilgesellschaft – im Rahmen einer Fachwerkstatt in den Austausch treten, um zentrale Herausforderungen beim betrieblichen Diskriminierungsschutz zu identifizieren und konkrete Praxisvorschläge für die Gestaltung eines sicheren Arbeitsumfeldes zu erarbeiten.

Grundlage der Fachwerkstatt wird neben Ihren Erfahrungen und Ideen die Studie „Strategien im Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz“ sein, die von Dr. Monika Schröttle im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erstellt wurde. Die Untersuchung beinhaltet eine repräsentative Betroffenenbefragung sowie eine umfassende Analyse betrieblicher Präventionsmaßnahmen und Beschwerdestrukturen. Die Ergebnisse der Studie werden der Öffentlichkeit zum Auftakt der Veranstaltung vorgestellt.

Wir möchten Sie herzlich zur der Fachwerkstatt sowie der Veröffentlichung der Studie einladen, die am 25. Oktober 2019, ab 09:30 Uhr im dbb Forum in der Friedrichstraße 169, 10117 Berlin stattfinden werden.

Bitte merken Sie sich diesen Termin schon heute vor. Einen vorläufigen Programmablauf finden Sie im Anhang. Die Einladung mit der Möglichkeit sich anzumelden, schicken wir Ihnen in einigen Wochen.

Ihre Antidiskriminierungsstelle
Ort:  dbb Forum in der Friedrichstraße 169, 10117 Berlin
Zeit: ab 9:30 Uhr
Link: Programm
14.11.2019 9. Landesweiter Tag der Genderforschung Sachsen-Anhalt "Ständig wi(e)der Widerstände"
In diesem Jahr widmet sich der Landesweite Tag der Genderforschung dem Thema „Ständig wi(e)der Widerstände: Studieren, Forschen & Lehren auf dem Gendercampus“. (Nachwuchs-) Wissenschaftler*innen aller Disziplinen soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre aktuellen wissenschaftlichen Arbeiten und laufenden Projekte zur Genderforschung vorzustellen und mit den Teilnehmer*innen entlang des Tagungsthemas „Widerstände in der Geschlechterforschung“ sowie mit Blick auf methodische, theoretische und inhaltliche Orientierungen und Standortbestimmungen zu diskutieren.
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