Landesfrauenrat
Sachsen-Anhalt e.V.
Wir werden nicht aus männlicher Mentalität oder Denkweise heraus handeln wollen, sondern uns bemühen, den Instinkt und das Gefühl der Frau mit der Klugheit eines geschulten Geistes zu verbinden, das heißt, wir möchten ein kluges Herz haben.
* Theanolte Bähnisch

Evelyn Edler

Evelyn Edler

Evelyn Edler

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich bin Sozialistin. Das sage ich ganz ausdrücklich, denn diese Zeit braucht Sozialistinnen und Sozialisten mit Werten und einem Menschen- und Weltbild, das an der großen Tradition der Sozialisten geschult ist und dieses in die Gegenwart trägt. Mein Menschenbild ist: Alle Menschen sind gleich. Wo eine Diskriminierung nach Geschlecht, Hautfarbe, Glauben, sexueller Orientierung usw. auch nur beginnt, kann es – wie die Geschichte zeigt – nur in Konflikt, Krieg, Zerstörung und Selbstzerstörung enden. Ja, ich bin Feministin und bin stolz darauf. Es ist einiges in der Vergangenheit für Frauen durch den deutschen Bundestag umgesetzt worden und auf den Weg gebracht worden. Nichts desto trotz gibt es für mich speziell drei Dinge anzugehen. Es gibt nach 2,7 Millionen Einelternfamilien in Deutschland. 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen. Kinder Alleinerziehender leben fünfmal häufiger von Hartz IV als Kinder in Paarfamilien. Das heißt, vor allem alleinerziehenden Frauen mit Kindern droht ein hohes Armutsrisiko. Politik für Alleinerziehende muss sicherstellen, dass alle Kinder und Jugendlichen frei von Armut und Ausgrenzung aufwachsen und dass den sorgenden Eltern eine eigenständige ökonomische Perspektive offensteht. Wir Die Linke haben Antworten und lassen Alleinerziehende nicht alleine stehen- alle Familienformen sind gleichwertig und müssen auch so behandelt werden! Altersarmut hat leider meist ein Geschlecht- im bundesdeutschen Durchschnitt ist die Rente von Frauen nur knapp halb so hoch wie von Männern. Dass Frauen besonders von Altersarmut bedroht sind, liegt strukturell vor allem an der unterschiedlichen Bewertung und Zuschreibung von Arbeit und Sorge. Ich will mich daher einsetzten dass durch gute Arbeit, gute Löhne und die finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung von sogenannten Frauenberufen es möglich wird eine gute Rente zu bekommen und nicht von Altersarmut bedroht zu sein. Ein sogenanntes „Luxusgut“ unserer Gesellschaft ist die Zeit. Daher finde ich eine wichtige politische Forderung ist die nach mehr Zeitsouveränität. Es ist eine Forderung gerade für Frauen nach mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ein gutes Erwerbsleben und ein gutes Leben für Alle können wir nur erreichen, durch die grundlegende Umverteilung von Arbeit und Zeit. Wir möchten den Menschen die Verfügungsgewalt über ihr eigenes Leben zurückgeben. Mehr Zeitsouveränität, dafür steht Linker Feminismus.
Der Kampf um ein universales Menschenbild ist auch ein Kampf um eine Zukunftsvision unserer Gesellschaft überhaupt. Von welcher Zukunft spricht die Bundesregierung? Welche Visionen bietet sie der jungen Generation? Meine Partei bietet Visionen! Wir haben die Vision einer Welt ohne Krieg, ohne Rüstung, ohne Angst vor der Vernichtung der Lebensressourcen. Daher werden wir im Wahlkampf unseren Markenkern in den Mittelpunkt rücken: Verteilungsgerechtigkeit, Wiederherstellung des Sozialstaates und eine auf Frieden und Sicherheit gerichtete Außenpolitik! Mein Ziel für die anstehende Bundestagswahl ist daher: die Menschen in unserem Land davon zu überzeugen, dass es bei dieser Wahl um etwas geht! Um eine Richtungsentscheidung für die Zukunft dieses Landes. Wir wollen den Bruch mit der jetzigen Politik und einen Kurswechsel für soziale Gerechtigkeit. Das geht nur mit einem starken linken Gewissen im Bundestag!
Ich komme aus Mansfeld Südharz und wurde vor 36 Jahren in Sangerhausen geboren. Seit 2005 bin ich für und mit der Linken/ damals noch PDS ehrenamtlich aktiv. Seit 2008 bin ich Mitglied unserer Partei. Ich bin ledig und habe keine Kinder. Ich bin diplomierte Verwaltungsökonomin und habe, bevor ich 2011 in den Landtag gewählt wurde, beim Landesfrauenrat von Sachsen-Anhalt gearbeitet. Meine Erfahrungen und meine kommunale Verankerung aus den vergangenen Jahren, auch die als Landtagsabgeordnete und meine beruflichen Erfahrungen, die ich seit August als wissenschaftliche Mitarbeiterin von Roland Claus im Bundestag sammle, möchte ich mit in die Waagschale legen. Ich habe stets versucht, mir Wilhelm Humboldt als Vorbild zu nehmen, der einst gesagt hat: „Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ Mir war und ist es sehr wichtig, vor Ort ansprechbar und präsent zu sein. Diese Wahlkreisarbeit, bei der ich stets versucht habe, die Menschen da abzuholen, wo sie stehen, das heißt auch und gerade ihre Sprache zu sprechen, hat mir riesigen Spaß gemacht und mir einen sehr guten Einblick in die Gedanken, Sorgen und Nöte der Menschen meines Wahlkreises verschafft. Als ehrenamtlich Engagierte, die wir im ländlichen Raum aktiv sind, müssen immer und immer wieder klar und deutlich machen: WIR, Die Linke. sind die Partei des ländlichen Raums! 80% aller Sachsen-Anhalter leben außerhalb der beiden Großstädte Magdeburg und Halle. Und für diese 80%-Mehrheit will ich unsere politischen Angebote laut und deutlich im Bundestag formulieren.
Als Landtagsabgeordnete war ich fünf Jahre Mitglied im Finanzausschuss, habe die Enquetekommission zur Verwaltungsmodernisierung konzipiert und war ihre stellvertretende Vorsitzende. In dieser Zeit habe ich eng mit meiner früheren Hochschule, der Hochschule Harz, zusammengearbeitet und die wissenschaftliche Begleitung der Enquetekommission koordiniert. 2015 habe ich ein Jahr lang mit Hans Henning Adler zusammen einen Gesetzentwurf zum Personalvertretungsgesetz Sachsen-Anhalt geschrieben. Eng verbunden mit allen Personalräten und Gewerkschaften des Landes im öffentlichen Dienst. Gerade bei diesem Thema wäre es wichtig, eine linke „Duftmarke“ zu setzten. Dies würde ich gern in der kommenden Wahlperiode im Bundestag angehen. Ich möchte einen Beitrag für die Gesellschaft leisten in der ich lebe. Denn Demokratie lebt von den Menschen, die sie gestalten. Und ich möchte sie mitgestalten und zwar nicht nur als Harzer Kreisvorsitzende, sondern auch als Bundestagsabgeordnete für Sachsen-Anhalt und für den Harz.

Evelyn Edler, Kandidatin im Wahlkreis 68

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